Montesoris oder Montessori

Hallo, gerade hat jemand Montesoris geschrieben. Dies sollte bestimmt Montessori heißen.

Jeder ist aufnahme- und lernfähig. Dies war die Erkenntnis von Maria Montessori, als sie um 1897 eine Studie mit behinderten Kindern an der psychiatrischen Klinik in Rom durchführt. Die junge italienische Ärztin entwickelt daraufhin Lernmaterialien, die die Wahrnehmung und Geschicklichkeit der Kinder trainieren sollen. Später testet sie den Erfolg ihrer Materialien auch an gesunden Kindern und entwickelt einen pädagogischen Ansatz, der auf der Neugierde und Experimentierlust der Kinder orientiert. Das Konzept will die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Kinder fördern. Sie sollen für Kreativität, soziales Handeln und das Bewusstsein für die Umwelt sensibilisiert werden. Das Konzept ist auf Jugendliche jeden Alters anwendbar. Dabei ist es egal, ob es sich um Behinderte, Nichtbehinderte, Hochbegabte oder sozial Benachteiligte handelt. Jedes Kind kann aufgrund seines natürlichen Triebes Dinge selbstständig erlernen. Lerntempo und Aufgabe können die Kinder selbst festlegen. Auch ob sie die Aufgabe allein oder mit einem Partner bewältigen wollen, ist ihnen freigestellt. Die Motivation kommt dabei über die Gruppendynamik zustande. Die Erwachsenen nehmen in dem Konzept eine begleitende Rolle ein. Sie schaffen für die Kinder eine Lernumgebung in der sie Vertrautheit und Geborgenheit spüren. Die Lehrkräfte werden in Seminaren und Lehrgängen extra für diese Lernform ausgebildet. Am ende einer zweijährigen berufsbegleitenden Ausbildung werden sie mit einem Montessori-Diplom belohnt. In Deutschland gibt es mehrere Tausend Montessori-Einrichtungen. Ihre Bandbreite geht vom Kindergarten, über Grundschulen bis hin zu weiterführenden Schulen. Bekannte Persönlichkeiten wie Heike Makatsch und Tom Gerhardt waren Schüler einer Montessori-Einrichtung.

Viele suchten auch z.B. nach den Montesorismaterialien.